Die APE, die Straße und ich !

Sie ist eine APE, was zu Deutsch Biene heißt, und irgendwie ja auch eine Vespa ist, was zu Deutsch Wespe heißt. In Italien wurde die Piaggio APE ursprünglich als fleißiges Bienchen eingesetzt, als sogenannten Porter, um so als Nutzfahrzeug seinen Dienst zu verrichten.

Schon mal gar nicht dafür, ein auf "Dolce Vita" zu machen und schöne Mädels mit summ summ zu umschwärmen und Weinchen zu trinken. Die Trauben wurden höchstens als Ganzes auf der Ladefläche von griesgrämigen Männern transportiert. Das war halt damals so mit der APE und den kleinen Italienern. Apropo klein. Für gestandene Nordeuropäer war sie nicht gedacht. Sie passen einfach nicht so rein und sehen eher wegen ihrer Größe dadrin aus, als wären sie strafversetzt worden. Trifft auf mich nicht zu, weil ich noch zur alten weiblichen Generation gehöre, die den Wachstumsschub verpasst haben.

Die 50 Kubik/Hub sollten auch damals schon den Vorteil haben, dass 14jährige Jungs ran durften.... an die APE.

 

Wie waren denn so meine Fahrten mit der Zicke, wenn wir ganz einfach mal die Fehlkonstruktion, diversen Mängel und ADAC Einsätze weglassen?

Nun ja, beim Beschleunigen wurde ich nicht wirklich in die Sitzbank gedrückt und manchmal hat mich dann auch mal ein Radfahrer überholt. Beim Fahrbahnwechsel, und das war echt schon gefährlich und unverschämt, wurde ich links und rechts überholt, sodass ich so manches Mal keine Chance hatte abzubiegen. Das führte dann natürlich dazu, dass ich einen anderen Weg einschlagen musste, der mich in Straßen führte, die mir Angst einflößten , weil sie an den rechten Straßenrändern doch sehr, für 3-Rad Verhältnisse, zu sehr abschüssig waren (übrigens, sie hat einen Wendekreis von gut 5,5m).  Kein Scherz, die Umkippgefahr stieg um 1000%. Was das an Zeit gekostet hat, hmm, diese ständigen Umwege, denn wenn ich einmal falsch abgebogen bin, dann war ich auch falsch und kurvte durch Hamburg und war nach einer Stunde wieder da, wo ich mal her kam. Manchmal wurde ich so eingekesselt, dass ich keine Hinweisschilder sehen konnte und schwupps, da war ich auf einer Kraftfahrtstraße und kam nicht wieder runter.  Augen zu und durch, dachte ich nur.  Was sollte ich denn machen, wenn keine Abfahrt kam. In diesen Momenten habe ich null Verständnis gehabt, dass andere Autofahrer mich durch ihr dämliches Überholmanöver in so eine Situation gebracht haben und dann auch noch gestikulierend meckerten. 

So sind se, die Menschen. Wenn ich irgendwo gestanden habe, gab es Blitzlichtgewitter, aber wehe ich war auf der Straße…. ui, da habe ich Handzeichen gesehen, die kannte ich noch gar nicht.

Durch die Lautstärke in der APE, war ich wie taub und dadurch, dass ich wegen des Aufbaus keine Sicht nach hinten hatte, wie blind. Und bääääm, ist plötzlich ein 30 Tonner neben mir …. das ist Adrenalinschub 12.0

Trotz der irrsinnigen Beschleunigung und den satten 3 PS, habe ich leider nie die Zahl, die in den Verkehrsschildern angezeigt werden, erreicht, ausgenommen natürlich Zone 30. 

Aber, und das stelle man sich vor, wurde ich mal geblitzt. An einer Kreuzung! Der Blitzer hat sich gar nicht mehr eingekriegt. Der Blitzer dachte anscheinend, er hat einen Jackpot. Ich kam ja nicht zügig genug über die Kreuzung und deswegen wohl auch die ganzen Blitze. Man hatte in der Behörde wohl erbarmen mit mir, denn ich habe bis Dato nichts von denen gehört. Das bleibt hoffentlich auch so.

 

Fahren, immer mit Vollgas.... Mit Vollgas habe ich im Sommer nach 14 Stunden und Krämpfen im Handgelenk, Sylt erreicht. Naja, eigentlich waren es 26 Stunden, denn als ich in Niebüll am Sylt Zug ankam, wollte man mich plötzlich nicht mehr mitnehmen, obwohl vorher die Anfrage per Mail bestätigt wurde. Weltklasse, deswegen musste ich weiter fahren nach Rømø und dort schäbig und für viel Geld übernachten, weil die Fähre natürlich erst wieder nächsten morgen um 5h fuhr.

 

Vollgas sind bei der Zicke 40 km/h… yeah! Berg hoch, nein, falsch, Hügelchen hoch, da wäre ich mit schieben teilweise echt schneller gewesen. 20 km/h durch einen Kreisverkehr fühlen sich in der APE schon so an, als wenn du mit 160 Sachen durchbretterst. Der Kreisverkehr hat mich auch irre gemacht. Klar, wer fährt schon heutzutage 200km nur Land- und Bundesstraße in einem durch. Da fallen einem die vielen Kreisverkehre nicht so auf. Es fällt einem im normalen Auto auch nicht so auf, wie uneben die Kreisverkehre gebaut wurden. Ich musste da tatsächlich immer nur mit 15km/h durch und nix mit zügig und dann wieder raus. Bescheuert sah ich bestimmt auch aus, wenn ich mich in Kurven der Neigung angepasst habe. Egal, Motorradfahrer machen das ja auch.

Tricky wird es, wenn die Bar bis zum zugelassenen Gewicht gefüllt ist. Ich war zwar immer noch weit unter dem Gewicht und trotzdem, sie will dann doch gerne nach hinten kippen, was schon mal passiert ist. Das Vorderrad schnellt dann so hoch, dass ich schon einige aufgerissene Münder am Straßenrand gesehen habe. O.K., das Vorderrad wird allerdings auch schon überheblich, wenn du zu schnell beschleunigen möchtest.

 

Ja, ja ... Die APE, die Straße und ich! Oder: Eine Frau, eine Weinbar, ein ADAC Dauerkunde und ein Verkehrshindernis.  

 

Tja, alles andere lasse ich jetzt erst mal weg, darüber werde ich dann später berichten. Ich sag nur: Der NDR war dabei und hat den Anfang der Misere, die ihren Lauf nahm, gefilmt. DANKE an Ebru Tongar für den super tollen Bericht! Es hat so viel Spaß gemacht.

 

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